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© Hamburger Kunsthalle | Photo: Ralf Suerbaum

Kunsthalle – Hamburg

Die Hamburger Kunsthalle verfügt über bedeutende Sammlungsbestände, die von den alten Meistern bis zur Gegenwart reichen. Der aus dem Jahre 1869 stammende und nicht klimatisierte Altbau der Hamburger Kunsthalle sollte wieder seine Qualitäten als Tageslichtmuseum erhalten.

Das Bauwerk wurde aus konservatorischen Gründen in zwei Bauabschnitten saniert. Mit einem neuen Energie- und Klimakonzept konnte eine energiesparende Vollklimatisierung realisiert werden, die die Raumlufttemperaturen und die Raumluftfeuchte in engen Grenzen hält. Das Dach mit seinen großen Lichtdächern wurde mit Hilfe umfänglicher Simulationen unter lichttechnischen und bauphysikalischen Aspekten optimiert und erneuert. Das Ziel lautete maximale Tageslichtausbeute bei minimalem Energieeintrag durch die Sonne.

Die optimale Heizung, Kühlung und Be- und Entlüftung der Ausstellungsräume konnte dank einer thermischen Gebäudesimulation der ifes entwickelt werden. Das Planungsteam aus Ingenieuren, Museumsfachleuten, Bauherren und Architekten arbeitete interdisziplinär.

In mehreren Varianten hat die ifes die Auswirkung von verschiedenen Konzepten der Luftführung und Heizung in den Ausstellungsbereichen sowie die unterschiedlichen Verglasungen der Lichtdächer berechnet und analysiert. Das Ergebnis der integralen Planung von Lichtdach und Raumlufttechnik war

  • eine Bauteiltemperierung der Wände mit einer optimierten Wandheizung
  • eine minimale Raumlufttechnik zur Einhaltung der Raumluftfeuchte und -temperatur
  • eine lichttechnisch und bauphysikalisch optimierte Verglasung der Lichtdächer zur ausreichenden Be- und Entlüftung der Räume für Besucher

Nach der Inbetriebnahme im Jahre 2006 haben gleich die ersten Messungen die Simulationsergebnisse aus der Planungsphase bestätigt. Dank deren Anwendung konnte die für die Kunstwerke erforderliche Klimatisierung wirtschaftlich geplant und realisiert werden.


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