Foto: ifes GmbH

Aston Martin – Gaydon-Warwick

Auch der Ort, an dem die britischen Sportwagen entworfen werden, soll mit guter Gestaltung glänzen. Aston Martin setzt ganz auf Nachhaltigkeit und hat für die neuen Design-Studios ein Niedrigenergiehaus in Holzbauweise gebaut.

Die Architektur ist modern und schnörkellos, sie bedient sich des konstruktiven Holzbaus und großer gläserner Flächen. Das Holz stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern aus Österreich und der Schweiz. Nur 12 Monate vergingen vom Entwurf des Konzepts bis zur Realisation. Der neue Pavillon des Aston Martin Design Studios, entworfen von Weedon Partnership architects, Birmingham, in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Holzbau-Spezialisten Saurer, zeichnet sich durch neueste Konstruktionstechnologie aus. Das Studio fügt sich harmonisch in die Parklandschaft Warwickshire ein und ist zugleich ideale Arbeitsumgebung für die Kreation neuer Autos.

Ein Beispiel für nachhaltige Architektur.

Damit die Designer ein besonders komfortables Raumklima an ihren Arbeitsplätzen bekommen, wurde ein neues Niedrigenergie-Belüftungssystem entwickelt, das von ifes und Güttinger Ingenieuren realisiert wurde. Das Ziel war, möglichst viel Energie bei der Klimatisierung der Luft zu sparen, deshalb wurde ein Schwerkraftkühlsystem eingebaut. Geothermische Energie dient als erneuerbare Energiequelle für das Kühlungssystem. Das Gravitationskühlsystem arbeitet mit Luftverdrängung. Die heiße Luft an der Decke des Raumes wird von einem Kühler gekühlt, der sich an der Oberseite eines Kanals befindet. Die vom Kühler gekühlte Luft sinkt aufgrund ihrer größeren Dichte im Kanal nach unten.

aston-martin-07Dort tritt sie in den Raum aus. Durch die Regelung des Kühlers kann die Luftzirkulation im Raum exakt gesteuert werden. Die notwendige Frischluft wird zusätzlich in den Kanal eingeleitet, um einen akzeptablen Mix aus frischer und zirkulierender Luft zu erhalten. Das Gravitationskühlsystem benötigt übrigens keinerlei elektrische Ventilatoren.

Ergebnis ist eine Kostenreduktion um 70 Prozent

Die Entwicklung und Verwendung des nachhaltigen Energiesystems konnte die laufenden Kosten für die Heizung und Kühlung um 70 Prozent reduzieren im Vergleich mit einer Standard-Klimaanlage.

Der Modellbaubereich des Designstudios war vor starken Temperaturschwankungen  zu schützen. Die Schwankungsbreite der Raumtemperatur sollte 23+/- 2 °C nicht übersteigen.  Eine weitere Zielvorgabe war, dass die Klimatisierung und die Ventilation zugfrei und geräuschlos sein sollten.

Ifes führte eine thermische Gebäude- und eine Strömungssimulation durch, um Gewissheit bezüglich der Einhaltung der Temperatur und der Strömungsgeschwindigkeit zu haben. Sie basierte auf den Randbedingungen der Architekten und der Nutzer und wurde für den Sommerfall durchgeführt, um ein Maximum an Entwurfsqualität zu bekommen.

Leistungen

  • Entwurf und Planung des Energie- und Klimakonzeptes
  • Bewertung und Optimierung der TGA Planung
  • Behaglichkeitsanalyse mit Simulation der Raumluftströmung und -temperaturen
  • Optimierung der Bauphysik und Fassadenplanung
  • Qualitätssicherung in der Planung
  • Geothermie mit Energie aus Erdsonden für Heizung und Kühlung
  • Schwerkraftkühlung für stromlose Lüftung

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