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Foto: Gerhard Hoffmann

ThyssenKrupp Headquarter – Essen

Zertifizierung nach DGNB Standard NBV 2008


 

Baujahr 2010
Auditor ifes
BGF 28.000
Zertifikat DGNB Gold

Die neue Konzernzentrale der ThyssenKrupp AG ist zukunftsweisend: Sie unterschreitet die gesetzlichen Vorgaben des Primärenergie-verbrauchs um bis zu 30 Prozent.  Ausgezeichnet wurde der richtungweisende Bau mit dem DGNB- Zertifikat in Gold.

Bekenntnis zur Nachhaltigkeit

Bereits die Leitgedanken zum Architektenwettbewerb für die neue Konzernzentrale enthielten die Maxime zur Verankerung der Nachhaltigkeit: „Das ThyssenKrupp Quartier soll ein Symbol für die zukunftsgerichtete und nachhaltige Entwicklung des Konzerns werden“. Die Umsetzung dieses Ziels konnte ThyssenKrupp bei der Einweihung im Juni 2010 nach dreijähriger Bauzeit veranschaulichen. Der öffentlichkeitswirksame Nachweis der Qualitäten konnte dann wenige Monate später erbracht werden.

DGNB-Auszeichnung für nachhaltiges Bauen in Gold

Das ThyssenKrupp Quartier setzt Maßstäbe bei der Minimierung des Verbrauchs von Energie und Ressourcen, der verstärkten Nutzung erneuerbarer Ressourcen und durch die geringe Belastung des Naturhaushalts.

Gerhard Hoffmann führte als verantwortlicher Auditor das Zertifizierungsverfahren zu großem Erfolg. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) konnte das Gebäude im Mai 2011 mit dem DGNB-Zertifikat in Gold auszeichnen.

Bürogebäude wird zum „Kraftwerk"

Der zu erwartende Primärenergiebedarf für die Bürogebäude unterschreitet die gesetzlichen Vorgaben um 20 bis 30 Prozent. Das ThyssenKrupp Quartier setzt auf die geothermische Nutzung der im Erdreich gespeicherten Wärme und Kälte mittels Energiesonden. Diese wurden auf einem Geothermiefeld bis zu einer Tiefe von 100 Metern in den Boden eingebracht. In Kombination mit dieser Technologie wird die Raumtemperatur zwischen 21°C und 26 °C gehalten. Die Abluft der Büros wird durch Wärmerückgewinnung über die zentrale Lüftungsanlage zur Erwärmung genutzt. Die Anlage hat einen hohen Wärmerückgewinnungsfaktor und steht für die Nachhaltigkeit des Gebäudes.

Das Büroklima wird geprägt durch den neuentwickelten äußeren Sonnenschutz. Rund 400.000 zentral gesteuerte Lamellen erreichen eine vergleichbare Sonnenschutzwirkung wie ein außenliegendes Raffstore. Besondere Vorteile der Lamellen sind die erheblich bessere Durchsicht sowie die gesicherte Funktionalität auch bei höchsten Windbelastungen.

Auf dem gesamten Gelände stehen zwei Drittel unversiegelter Fläche einem Drittel befestigter Fläche gegenüber. So kann das Regenwasser weitgehend versickern und in den Wasserkreislauf zurückgeführt werden. Das Regenwasser wird auf den Dächern der Gebäude gesammelt und durch ein getrenntes Kanalsystem unter anderem in den See des Krupp-Parks abgeleitet.

Verwendung umweltschonender Baustoffe

Beim Bau des ThyssenKrupp Quartiers wurden heimische, schnell nachwachsende Hölzer verwendet, deren Produktionsbedingungen bekannt sind. Auch im Innenausbau, zum Beispiel bei den Bodenbelägen, kamen nur ökozertifizierte Hölzer zum Einsatz. Die Materialien im Außenbereich wurden in Hinblick auf Nachhaltigkeit sehr bewusst ausgewählt.

Mit dem ThyssenKrupp Quartier wurden Weichen für eine städtische Entwicklung mit überregionaler Bedeutung gestellt. Dies erfordert eine Architektur, die Verantwortung übernimmt für den nachhaltigen Umgang mit Natur und Ressourcen. Nachhaltigkeit bedeutet, eine ökologisch, ökonomisch und sozial zukunftsfähige Entwicklung zu gewährleisten.


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