Fotos: Gerhard Hoffmann

Spherion – Düsseldorf

Spherion hoch01Spherion hoch02Das überdachte Atrium verbindet vier Bürogebäude und schafft einen großen Kommunikationsraum für alle Mitarbeiter. Die natürliche Belüftung der Büros ist selbstverständlich.

Das Spherion vereint die vier Geschäftsbereiche des Mieters Deloitte & Touche in vier selbständigen Baukörpern unter einem gemeinsamen Dach. Die Abteilungen pflegen fachlichen Austausch und sind deshalb über Brücken mit den Nachbargebäuden verbunden. Zentrum der Kommunikation ist aber das lichtdurchflutete, 29 Meter hohe Atrium mit einer Café-Bar, einer Bibliothek und dem Konferenzzentrum.

Geplant wurde das Bürogebäude in Düsseldorf von den Architekten Deilmann & Koch aus Düsseldorf; bezugsfertig war es 2003. Bauherren sind die FODA GmbH und die IKB Immobilien Leasing GmbH. Erklärtes Ziel der Planung war es, vergleichbare Bürogebäude im Bereich der Ökologie und Ökonomie zu übertreffen. Nicht nur bei der Tageslichtnutzung und dem Energieverbrauch ist es dem interdisziplinären Planungsteam gelungen, Maßstäbe zu setzen.

Spherion: Den Architekten ist eine großzügige Geste von Transparenz und Offenheit gelungen

Die Geste des großen Daches, das die vier Gebäude unter sich versammelt, ist sowohl Ausdruck für Geschlossenheit, für das „feste Dach über dem Kopf“, als auch für Offenheit und gläserne Transparenz im Inneren und in der Außenwirkung.

Auf sieben Obergeschossen verteilen sich rund 25.000 qm Bruttogeschossfläche. Das Atrium sorgt für eine ausreichende Be- und Entlüftung der angrenzenden Büros. Aus Gründen der Behaglichkeit liegen dort die Temperaturen im Winter bei mindestens 12 °C und im Sommer wird höchstens die Außentemperatur erreicht. Dafür wird der Fußboden des Atriums bei Bedarf entweder gekühlt oder beheizt; die Brücken werden im Winter mit Strahlungsplatten beheizt.

Die Funktionsfähigkeit des Atriums hängt stark mit der Auslegung und Steuerung der Lüftungsklappen zusammen. Ifes hatte die Aufgabe, ein optimales Steuerungskonzept zu erstellen. Die Parameter der Steuerung einschließlich der Lage der Öffnungen wurden durch 3D-Strömungssimulationen und durch Messungen im Windkanal entwickelt.

Als Fazit der lässt sich festhalten, dass die frühe experimentelle und rechnerische Analyse der Lüftung zum Ziel führte – der funktionsfähigen und effizienten natürlichen Be- und Entlüftung des Atriums. Ergebnisse der Simulationen führten zu Planungssicherheit und letztlich zur gelungenen Realisierung.

Wirtschaftlichkeit und ein energiesparender Betrieb des Gebäudes durch:

  • Betonkernaktivierung für Heizung und Kühlung der Büros
  • Natürliche Be- und Entlüftung der Büros
  • Minimale mechanische Be- und Entlüftung
  • Energiesparende Kälte- und Wärmeerzeugung
  • Atrium mit Fußbodenheizung und -kühlung zur
  • behaglichen Nutzung im Sommer und Winter
  • Intelligente Klappensteuerung zur Be- und Entlüftung des Atriums durch 2 Wetterstationen
  • Maximale Tageslichtnutzung in den Büros durch Lichtlenkelemente im oberen Teil der Fenster
  • Controlling des Energiekonzeptes zur Erfüllung der Behaglichkeitskriterien
  • Planung und Optimierung des Mess-, Steuer- und Regelungskonzeptes zur natürlichen Be- und Entlüftung des Atriums
  • Ermittlung und Definition der Sensoren im Atrium und der Position der Wetterstation auf dem Gebäude

 

Folgende Untersuchungen fanden statt:

  • 3D-CFD Simulation der Raumluftströmung für Behaglichkeitsanalysen im Atrium
  • Windkanaluntersuchung zur Ermittlung der Winddruckwerte am Gebäude und der Umströmung des Gebäudes

 

Das Gebäude bereitet den 1700 Mitarbeitern ein hohes Maß an Arbeits- und Lebensqualität. Im Rahmen der Kölner Büromesse Orgatec lobten die Wirtschaftswoche, die Köln-Messe und das Institut für Arbeitsforschung und Organisationsberatung (iafob) einen Preis für zukunftsweisende Bürokonzepte aus. Eine renommierte Jury kürte das Spherion zum „Best Office 2004”.

 


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